Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Iranischer Abgeordneter dementiert US-Berichte: Raketenstädte bleiben intakt

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Iranischer Abgeordneter dementiert US-Berichte: Raketenstädte bleiben intakt© Video Screenshot IRGC
  • 24.04.2026 21:30 Uhr

    21:30 Uhr

    Iranischer Abgeordneter dementiert: Raketenstädte bleiben intakt

    Iran erklärt, seine unterirdische Raketeninfrastruktur sei intakt und vollständig bestückt, berichtet das Nachrichtenportal Almayadeen und weist damit die Behauptungen des US-Kriegsministeriums über schwere Schäden auf der iranischen Seite zurück. Zitiert wird ein hochrangiger iranischer Abgeordneter, der am Freitag erklärte, die unterirdische Raketeninfrastruktur des Landes sei weiterhin voll funktionsfähig.

    Ali Khodrian, Mitglied des Nationalen Sicherheitsausschusses des iranischen Parlaments, sagte, die "Raketenstädte" der Streitkräfte befänden sich in "bestmöglichem Zustand", und fügte hinzu, die Bestände seien so umfangreich, dass Teheran "den Überschuss an die besetzten Gebiete und feindlichen Stützpunkte verschenken" könnte, wie lokale Medien berichten.

    Seine Äußerungen fallen zu einer Zeit, in der Washington widersprüchliche Behauptungen über die Auswirkungen seiner Angriffe vorbringt. Während US-Beamte erklärt haben, das iranische Raketenprogramm sei "funktional zerstört" worden, räumen Berichte ein, auf die sich das Wall Street Journal unter Berufung auf Einschätzungen des US-Geheimdienstes stützt, dass Iran nach wie vor über Tausende ballistische Raketen verfügt und diese aus unterirdischen Anlagen einsetzen kann.

    Dieselben Einschätzungen deuten darauf hin, dass viele Abschussplattformen, obwohl sie angegriffen wurden, weiterhin reparierbar oder wiederherstellbar sind, was die Grenzen der US-Luftangriffe bei der Neutralisierung der iranischen Fähigkeiten aufzeigt.

    Unterdessen berichtete die New York Times, dass der 38-tägige, von den USA geführte Krieg gegen Iran selbst die militärischen Kapazitäten der USA erheblich belastet habe, wobei wichtige Munitionsvorräte nach wochenlangen Einsätzen stark dezimiert seien.

    Dem Bericht zufolge haben die US-Streitkräfte rund 1.100 Langstrecken-Stealth-Marschflugkörper – fast die gesamten verfügbaren Bestände – sowie mehr als 1.000 Tomahawk-Raketen, über 1.200 Patriot-Abfangraketen und mehr als 1.000 bodengestützte Angriffssysteme eingesetzt, was die jährlichen Produktionsraten bei Weitem übersteigt.

  • 21:22 Uhr

    Libanons Präsident fordert von EU Wiederaufbau-Konferenz

    Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat die Europäische Union aufgefordert, eine Konferenz zum Wiederaufbau seines Landes auszurichten. "Die Stabilität des Libanon ist Teil der Stabilität der Region", sagte Aoun in Zypern, wo er als Gast am EU-Gipfel teilnahm. Sein Land weigere sich aber, als Verhandlungsmasse in regionalen Konflikten zu dienen. Aoun sagte, der Libanon lege wie andere Länder in der Region großen Wert auf Deeskalation, Stabilität und Frieden. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah habe aber Schäden in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar an der libanesischen Infrastruktur verursacht und 38.000 Wohneinheiten zerstört, sagte der Präsident unter Berufung auf Zahlen der Weltbank. 150.000 Menschen im Libanon seien obdachlos geworden.

  • 21:06 Uhr

    Araghtschi in Islamabad eingetroffen

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi ist in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad angekommen, wie das Außenministerium mitteilte. Auch eine US-Delegation soll morgen dort eintreffen.

  • 20:30 Uhr

    Iran veröffentlicht Karte mit möglichen weiteren Angriffszielen

    Das iranische Staatsfernsehen hat eine Liste von Energieanlagen in den Golfstaaten veröffentlicht, die im Falle einer Wiederaufflammen der Angriffe auf Iran zu Zielen werden sollen. Darunter sind die Gasförderanlagen Ras Gas und Ras Laffan LNG in Katar, die Inseln Das und Zirku in den Vereinigten Arabischen Emiraten (große Offshore-Öl- und Gaszentren), die Anlagen Abqaiq, Safanija und Khurais in Saudi-Arabien sowie das Ölfeld Burgan in Kuwait.

  • 20:04 Uhr

    Libanesisches Gesundheitsministerium meldet 2.500 Tote

    Israelische Angriffe im Zuge des wieder aufgeflammten Krieges mit der Schiitenmiliz Hisbollah sollen seit dem 2. März fast 2.500 Menschen im Libanon das Leben gekostet haben. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, insgesamt seien mindestens 2.491 Menschen getötet worden. 7.719 weitere Menschen seien verletzt worden.

  • 19:40 Uhr

    Iranische Medien dementieren Verhandlungen mit USA in Islamabad

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird sich nicht mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kuschner treffen. Das berichtet die staatliche iranische Nachtrichtenagentur Tasnim. Sie nimmt Bezug auf CNN-Publikation, wonach Donald Trump erwäge, seine beiden Vertrauten für ein weiteres Treffen mit der iranischen Delegation nach Islamabad zu entsenden. Später bestätigte die Sprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt diese Information.

    Tasnim zufolge gibt es derzeit keine Verhandlungen mit den US-Amerikanern. Araghtschi reise nach Islamabad, um mit der pakistanischen Seite die Überlegungen Irans zum Ende des Krieges bilateral zu besprechen.

    Araghtschi habe außerdem offiziell angekündigt, dass der Zweck seiner Reise darin besteht, sich mit seinen Partnern eng in "bilateralen Fragen und Konsultationen zu regionalen Entwicklungen abzustimmen". Was US-Beamte und -Medien seit zehn Tagen über neue Gesprächsrunden erzählen, seien Lügen, so Tasnim

  • 18:50 Uhr

    Katarischer Analyst: Iran wirbt in Moskau um Unterstützung

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat eine von ihm als "zeitgemäße Reise" bezeichnete Rundreise nach Islamabad, Maskat in Oman und Moskau angetreten. Das deutet angesichts der anhaltenden Spannungen auf verstärkte diplomatische Bemühungen der Regierung in Teheran hin. 

    Im Gespräch mit Al Jazeera erklärte Mohamad Elmasry, Professor am Doha Institute for Graduate Studies, dass die Gespräche in Moskau besonders wichtig sein könnten. Er vermutete, dass Teheran möglicherweise Unterstützung von Russland suche, insbesondere bei den Vereinten Nationen.

    "Die Iraner könnten sich auf Russland stützen, um Unterstützung zu erhalten. Eine der iranischen Forderungen in dieser Liste von zehn [Forderungen Irans] war eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die garantieren würde, dass … es in Zukunft keine Aggression gegen Iran geben wird."

    Elmasry fügte hinzu, dass auch eine militärische Zusammenarbeit zur Debatte stehen könnte. "Es gab auch Berichte über einen möglichen Austausch von Geheimdienstinformationen … und über Waffensysteme …, die von Russland nach Iran geliefert werden sollen."

    Zu den USA bestünden trotz der diplomatischen Bemühungen weiterhin große Differenzen. "Es sieht derzeit nicht so aus, als wäre eine der beiden Seiten zu einem wesentlichen Kompromiss bereit", so der Experte. 

  • 18:32 Uhr

    Netanjahu beansprucht trotz Waffenstillstand "volle Handlungsfreiheit" im Libanon

    Der israelische Ministerpräsident hat auf X ein Video gepostet, in dem er sich erstmals zur Ankündigung des US-Präsidenten äußerte, den Waffenstillstand im Libanon um weitere drei Wochen zu verlängern.

    "Wir behalten uns volle Handlungsfreiheit gegenüber jeder Bedrohung vor, einschließlich neu auftretender Bedrohungen", zitierte ihn die Times of Israel. "Wir haben gestern zugeschlagen, und wir haben heute zugeschlagen. Wir sind entschlossen, die Sicherheit für die Bewohner des Nordens wiederherzustellen."

    Während das israelische Militär weiterhin illegal libanesisches Gebiet im Süden des Landes besetzt, tödliche Angriffe durchführt und Wohnhäuser dem Erdboden gleichmacht, wirft Netanjahu der Hisbollah nach wie vor vor, sie versuche, das Waffenstillstandsabkommen zu "sabotieren". 

  • 18:22 Uhr

    Ajatollah befreit Iraner von Hadsch

    Großajatollah Hossein Nuri Hamedani hat einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge die Absolvierung der diesjährigen Wallfahrt nach Mekka dem Ermessen der Gläubigen überlassen. Auf eine Frage eines Professors nach der Möglichkeit der Hadsch unter den aktuellen Umständen antwortete der hochbetagte schiitische Würdenträger, dass generell die Verpflichtung zur Wallfahrt nach Mekka entfalle, wenn die Gefahr einer körperlichen Schädigung bestehe.

    Die Hadsch, also die Wallfahrt ins saudi-arabische Mekka, ist eine der fünf Säulen des Islam und sollte von jedem Muslim zumindest einmal im Leben absolviert werden, sofern er körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

  • 18:00 Uhr

    CNN: Trump schickt Witkoff und Kushner nach Pakistan für weitere Friedensgespräche mit Iran

    Präsident Donald Trump schickt seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan, um an diesem Wochenende an Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi teilzunehmen. Das teilt CNN mit Verweis auf zwei Regierungsbeamte mit.

    Vizepräsident JD Vance plant derzeit keine Teilnahme, da auch der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf nicht dabei sein wird, so die Beamten. Ghalibaf wird von Vertretern des Weißen Hauses intern als Leiter der iranischen Delegation und als Vance' Gegenpart angesehen.

    Der Vizepräsident stehe jedoch bereit, um nach Islamabad zu reisen, falls die Gespräche Fortschritte machen, sagte die Vertreter, und Mitglieder seines Stabes seien in Pakistan und nähmen an den Verhandlungen teil. Kushner und Witkoff arbeiten seit Monaten mit iranischen Vertretern an einer möglichen Vereinbarung über Teherans Nuklearmaterial.

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