Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskijs Ex-Stabschef in Untersuchungshaft

14.05.2026 14:08 Uhr
14:08 Uhr
Selenskijs Ex-Stabschef in Untersuchungshaft
Ein Gericht in der Ukraine hat Untersuchungshaft gegen den früheren Präsidialamtschef Andrei Jermak angeordnet. Der ehemalige enge Vertraute von Präsident Wladimir Selenskij muss sich wegen Geldwäsche-Vorwürfen verantworten. Die Haft soll zunächst für 60 Tage gelten.
Jermak leitete von 2020 bis 2025 das ukrainische Präsidialamt und galt bis zu seinem Rücktritt als einer der mächtigsten Politiker des Landes. Als Unterhändler auf ukrainischer Seite nahm Jermak an den Gesprächen mit Russland teil.
Die Verhaftung des Selenskij-Vertrauten deute auf den Beginn tiefgreifender Veränderungen in der Ukraine hin, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Strana.ua. Generell entstehe dadurch in politischen Kreisen das Gefühl, dass nun große Machtverschiebungen im Land beginnen würden.
13:49 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Als Reaktion auf Terroranschläge auf zivile Ziele in Russland führten die russischen Streitkräfte einen massiven Angriff mit präzisionsgelenkten land-, luft- und seegestützten Langstreckenwaffen gegen militärische Objekte in der Ukraine durch. Es wurden dabei Betriebe der Rüstungsindustrie, Militärflugplätze, Treibstoffanlagen sowie Verkehrsinfrastruktur zerstört.
Laut der Behörde in Moskau haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr dem Gegner entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt. Die Einheiten des Truppenverbands Süd befreiten die Ortschaft Nikolajewka in der Volksrepublik Donezk.
Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.190 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 95 Fahrzeuge
- elf Artilleriegeschütze
- neun gepanzerte Kampffahrzeuge
- 14 Anlagen der elektronischen Kampfführung.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 152 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz.
Entlang der Frontlinie wurden eine Rakete des HIMARS-Mehrfachraketenwerfersystems und 390 ukrainische Starrflüglerdrohnen zerstört.
13:07 Uhr
Naryschkin: Russland beendet Ukraine-Konflikt militärisch, falls Diplomatie scheitert
Moskau unterbreitet weiterhin Vorschläge für eine Friedenslösung im Ukraine-Konflikt, erklärt Sergei Naryschkin, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR). Das jüngste Angebot sehe vor, dass Kiew das Gebiet der Volksrepubliken Donezk und Lugansk vollständig räume, sagt Naryschkin gegenüber Reportern am Donnerstag.
Und weiter:
"Wenn dies auf diplomatischem Wege unmöglich sein wird, dann verfügt Russland über jede rechtliche Grundlage und jedes Potenzial, dies mit militärtechnischen Mitteln zu tun."
Und der Trend hierfür sei eindeutig, betont der russische Geheimdienstchef. Seit Jahresbeginn habe die russische Armee bereits rund 90 größere und kleinere Siedlungen befreit, und der Vormarsch setze sich in eine Richtung fort – gen Westen.
12:25 Uhr
Russischer Diplomat: Ermittlung gegen Jermak könnte sich negativ auf Militärhilfe für Kiew auswirken

Ehemaliger Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrei Jermak, vor Gericht in Kiew, 12. Mai 2026Uheberrechtlich geschützt Ukrainische Antikorruptionsbehörden ermitteln gegen Andrei Jermak, Selenskijs Ex-Büroleiter. Diese Ermittlung könnte negative Auswirkungen auf die EU-Militärhilfe für die Ukraine haben, erklärte der russische Außenamts-Sonderbeauftragte Rodion Miroschnik gegenüber dem Blatt "Iswestija".
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11:40 Uhr
Kiew setzt Terroranschläge gegen Zivilisten im Gebiet Cherson fort
Das ukrainische Militär hat erneut zivile Einrichtungen im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson mit Drohnen und Artillerie angegriffen. In den zurückliegenden 24 Stunden waren 29 Ortschaften betroffen, wie Gouverneur Wladimir Saldo bekanntgibt.
Laut dem Beamten erlitt eine Frau des Jahrgangs 1986 in der Siedlung Briljowka bei einer Drohnenattacke Verletzungen.
Infolge der Angriffe entstanden Sachschäden an einer Lagerhalle, einem Verwaltungsgebäude und einem Nebengebäude.
10:48 Uhr
Prorussischer Widerstand meldet Angriff auf Flugzeugreparaturwerk bei Kiew
Die russischen Streitkräfte haben ein Werk zur Instandsetzung von F-16-Kampfjets aus US-Produktion in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen. Dies teilt Sergei Lebedew, ein Koordinator des prorussischen Untergrunds in Nikolajew, der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.
In der Gegend Schuljany würden laut Lebedew zudem unbemannte Luftfahrzeuge produziert.
Außerdem seien Flugplätze bei Kiew angegriffen worden, die zur Betankung und zusätzlichen Bewaffnung von F-16- und Mirage-Kampfflugzeugen genutzt worden seien, welche westliche Länder an die Ukraine geliefert hätten.
10:18 Uhr
Rubio: Keine Einwände gegen Hilfe anderer Staaten bei Ukraine-Friedenslösung
Die USA sind das einzige Land, das in der Lage ist, den Konflikt in der Ukraine beizulegen. Dies erklärt US-Außenminister Marco Rubio in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. "Aber wenn es jemand anderes versuchen möchte, soll er es tun", fügt er hinzu.
Laut Rubio hätten beide Konfliktparteien Washington mitgeteilt, dass nur die USA eine Einigung ermöglichen könnten.
US-Präsident Donald Trump will, dass der Krieg beendet werde, so der Außenminister weiter. "Und wenn er etwas tun kann, wenn wir etwas tun können, um dazu beizutragen, werden wir es tun", betont Rubio.
09:41 Uhr
Marinesoldaten vereiteln Durchbruchsversuch ukrainischer Saboteure zu russischen Stellungen
Das russische Militär hat eine ukrainische Sabotage- und Aufklärungsgruppe an der Front bei Dobropolje in der Volksrepublik Donezk (DVR) zerschlagen. Wie ein Kommandeur gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet, waren die Saboteure dabei, zu Stellungen der russischen Einheiten durchzubrechen.
Die Drohnenpiloten hätten jedoch den Gegner aufgespürt und die Zielkoordinaten umgehend an die Marinesoldaten übermittelt. Die ukrainische Sabotagegruppe sei anschließend mithilfe eines Granatwerfers außer Gefecht gesetzt worden.
09:06 Uhr
Russisches Militär setzt Raketenwerfer im Gebiet Sumy ein (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten des Truppenverbands Nord im Raum Sumy im Einsatz. Sie setzten mithilfe eines Grad-Mehrfachraketenwerfers Stützpunkte und Personal der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht.
08:30 Uhr
Russischer Diplomat: Westen ignoriert Berichte über geheime Foltereinrichtungen in der Ukraine
In Kiew, Charkow, Dnjepropetrowsk, Sumy und anderen Regionen der Ukraine existiert ein Netzwerk geheimer Gefängnisse, in denen Kriegsgefangene gefoltert werden. Der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, erklärte dies gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Laut dem Diplomaten berichte die russische Seite regelmäßig über solche Folterzentren in der Ukraine, doch der Westen ignoriere diese Informationen und weigere sich, Kiew unter Druck zu setzen. Auch die humanitären Organisationen würden die Existenz der geheimen Gefängnisse in der Ukraine totschweigen, betonte Miroschnik weiter.
Es sei schwierig, die Standorte von Folterkammern zu identifizieren, da es sich bei diesen Räumlichkeiten meist um Keller und Betonboxen handele, so der Diplomat.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
