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Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Kiews Truppen sind auf dem Rückzug

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Kiews Truppen sind auf dem RückzugQuelle: Sputnik © Grigori Syssojew
  • 28.06.2026 19:02 Uhr

    19:02 Uhr

    Estnischer Premier: Europa wird zum Projekt des Friedens, aber mit Waffen

    Nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine sieht sich Europa weiterhin als "Projekt des Friedens". Nun umfasst dieses Projekt auch die Verteidigungskooperation. Die europäischen Länder müssen in diesem Bereich weiterhin zusammenwirken. Diese Meinung bringt der estnische Premierminister Kristen Michal in einem Interview für das Nachrichtenportal Euractiv. Der Regierungschef betont:

    "Europa war ein Projekt des Friedens ohne Waffen. Nun wird es ein Projekt des Friedens sein, aber mit Waffen. Es ist ein großer Unterschied. Wenn Europa als die reichste Region der Welt über Waffen und die Fähigkeit verfügt, auf Sicherheitsbedrohungen im In- und Ausland zu reagieren, wird Europa viel stärker."

    Die Aufrüstung Europas sei eine positive Entwicklung, dadurch werde sein politisches Gewicht und Ansehen in der Welt stärker, führt Michal aus. Aus schlechten Gründen sollen gute Dinge für die europäische Zukunft geschehen.

  • 18:26 Uhr

    Ukrainische Truppen attackieren Bus in DVR – drei Verletzte

    Die ukrainischen Streitkräfte haben einen Bus in der Stadt Gorlowka der Donezker Volksrepublik (DVR) mit einer Drohne angegriffen. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko mit. Durch den Angriff wurden drei Zivilisten verletzt.

  • 17:40 Uhr

    Medwedew: Ohne Sieg im Ukraine-Konflikt hat Russland keine Sicherheit

    Russland muss einen Sieg in der militärischen Sonderoperation erringen, glaubt Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates.

    Ansonsten wäre das Land nicht in der Lage, seine Sicherheit zu gewährleisten. Ein Sieg sei erforderlich, um diese Herausforderung zu bewältigen.

  • 17:02 Uhr

    Kiew will von Verbündeten knapp 130 Milliarden Euro in kommenden Jahren

    Die Ukraine benötigt im Zeitraum von 2026 bis 2029 insgesamt 145,9 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 128 Milliarden Euro) an externer Finanzierung, heißt es in einer Haushaltsprognose des ukrainischen Finanzministeriums.

    Die entsprechende Erklärung erscheint im Ergebnis der Treffen zwischen Ministern und Ministerinnen für Finanzen der Ukraine, Großbritanniens und Litauens am 25. und 26. Juni im Rahmen der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Gdańsk (Danzig).

    Trotz der finanziellen Unterstützung der westlichen Verbündeten, einschließlich des 90-Milliarden-Euro-Kredits, bleibt der Finanzierungsbedarf der Ukraine erheblich, erklärt der ukrainische Finanzminister Sergei Martschenko. Weitere internationale Unterstützung sei entscheidend für die Stabilität, die Finanzierung der zivilen Haushaltsausgaben und den Wiederaufbau der Ukraine.

  • 16:00 Uhr

    Putin: Kiews Truppen sind auf dem Rückzug

    Ukrainische Truppen ziehen sich auf dem Schlachtfeld zurück, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin. Aus diesem Grund greife die Ukraine zu terroristischen Aktionen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert das Staatsoberhaupt mit den Worten:

    "Das Kiewer Regime zieht sich entlang der gesamten Frontlinie zurück und geht deswegen zu offenbar terroristischen Aktionen über. Wie sonst soll man gezielte Angriffe gegen Zivilisten und zivile Objekte sowie die nahezu offene Rekrutierung von Abtrünnigen in unserem Land für Sabotageakte und Terroranschläge bezeichnen?"

  • 15:08 Uhr

    Geran-Drohnen zerstören ukrainische MiG-29-Kampfjets

    Russische Drohnenpiloten haben einen Angriff auf den Flugplatz Wosnessensk in dem ukrainischen Gebiet Nikolajew geflogen. Dabei wurden zwei MiG-29-Kampfflugzeuge sowie mehrere Unterstützungsfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Bei dem Angriff wurden zwei "Geran-4 Seeker"-Drohnen eingesetzt.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 14:38 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Getreidefelder im Gebiet Saporoschje an

    Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften vor, Getreidefelder im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje mit Drohnen in Brand zu setzen. Zuletzt habe der Gegner zwei größere Brände in den Bezirken Melitopol und Berdjansk ausgelöst. Das Feuer habe eine Fläche von zwei beziehungsweise 20 Hektar ergriffen. Die Brände seien umgehend gelöscht worden. Dazu teilt der Politiker mit:

    "In den letzten 24 Stunden hat es mindestens 18 barbarische Drohnenattacken des Gegners gegeben. Dabei wurden zivile Objekte, Autos und Landwirtschaftsflächen angegriffen. Wir sehen, dass das Ziel der Bandera-Anhänger nicht ein militärischer Erfolg ist, sondern die Einschüchterung und Tötung von Zivilisten, die Zerstörung von Logistik und Lebensmittelsicherheit."

    Nach Angaben von Balizki seien am vergangenen Tag sechs friedliche Einwohner des Gebiets Saporoschje verletzt worden. Ein weiterer Zivilist sei ums Leben gekommen.

  • 14:09 Uhr

    Polen befürchtet russische Übergriffe an NATO-Ostflanke

    Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der NATO-Ostflanke. Die Zeitung Rzeczpospolita zitiert den Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oberst Paweł Szota, mit den Worten:

    "Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte."

    Seiner Einschätzung nach könnte es einen begrenzten Angriff auf die baltischen Staaten geben, da Russland systematisch rote Linien überschreite, um die Reaktion der NATO zu testen.

    "Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt."

    Ähnlich hatte der polnische Außenminister Radosław Sikorski vergangene Woche vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt.

    Russlands Präsident Wladimir Putin und andere Mitglieder der russischen Führung weisen regelmäßig solche Vorwürfe zurück.

  • 13:34 Uhr

    Ukrainische Drohnen zerstören Schulbusse im Gebiet Cherson

    Gouverneur Wladimir Saldo wirft der Führung in Kiew vor, zivile Infrastrukturen im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson absichtlich zu zerstören, um den Ortsansässigen das alltägliche Leben zu erschweren. Auf Telegram schreibt der Politiker, dass das ukrainische Militär in der vergangenen Nacht einen Parkplatz für zivile Busse mit Drohnen angegriffen habe. Unter den zerstörten Fahrzeugen seien auch 14 Schulbusse.

    "Ich will den Führern der NATO-Staaten, die das Kiewer Regime unterstützen, eine einfache Frage stellen. Gegen wen kämpft die Ukraine heute? Gegen Schüler? Gegen Kinder, die zum Unterricht fahren sollten? Gegen friedliche Einwohner, die öffentliche Verkehrsmittel brauchen?"

    Die Attacke gegen die zivile Busflotte habe nichts mit den Kampfhandlungen zu tun. Dies sei eine "Untat von Schuften", die bewusst zivile Infrastrukturen zerstörten, sagt Saldo. Die Täter werde man über kurz oder lang zur Verantwortung ziehen.

    Nach Angaben der Behörden des Bezirks Skawosk seien als Folge der Drohnenattacke insgesamt 40 Busse ausgebrannt.

  • 13:06 Uhr

    Strack-Zimmermann begrüßt Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für wehrfähige Ukrainer

    Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Entscheidung der EU-Kommission begrüßt, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte die FDP-Politikerin:

    "Die Ukraine verteidigt seit über vier Jahren ihre Existenz, und mit ihr die Freiheit ganz Europas, gegen einen brutalen Angreifer. Ein Land, das in diesem Überlebenskampf steht, ist auf seine Bürger angewiesen. Wie es seine Wehrpflicht ausgestaltet, ist zuallererst eine Entscheidung der Ukraine selbst, und der Wunsch dazu kommt ausdrücklich aus Kiew."

    Die Einschränkung müsse jedoch rechtsstaatlich sauber erfolgen. Das Recht auf einen Asylantrag und auf eine Prüfung des Einzelfalls bleibe unberührt, humanitäre Härten müsse die EU im Blick behalten, so Strack-Zimmermann.

    Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.