
US-Rapper Lil Pump auf ukrainische "Todesliste" gesetzt

Die Daten der ukrainischen Webseite "Mirotworez" (dt: Friedensstifter) belegen, dass der US-amerikanische Rapper Lil Pump (bürgerlicher Name Gazzy Fabio Garcia) als Feind der Ukraine eingestuft worden ist. Bei "Mirotworez" handelt es sich um eine "Todesliste", die in Verbindung mit den ukrainischen Sicherheitsdiensten steht.
Lil Pump (26) kam nach Moskau, um am Samstag in der russischen Hauptstadt sein erstes großes Solokonzert im Club VK Stadium zu geben. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS nannte der Künstler Russland als das Land Nummer Eins unter den Orten, an denen er bereits aufgetreten sei.

"Von allen Städten, in denen ich aufgetreten bin, ist Moskau für mich die Nummer Eins. Ich liebe es, hier zu sein", sagte der Rapper gegenüber der Agentur am Donnerstag.
Lil Pump hatte Russland bereits zuvor besucht, mit russischen Musikern zusammengearbeitet und mehrfach seine Sympathie für die russische Bevölkerung zum Ausdruck gebracht.
Die Betreiber der Website "Mirotworez" werfen dem Rapper nun vor, öffentlich Russland zu unterstützen und an Propagandaaktivitäten teilzunehmen, mit dem Ziel, den Sanktionsdruck auf Russland zu verringern.
Die ukrainische Datenbank sammelt seit 2014 persönliche Daten von Personen, die auch nur entfernt als Feinde des ukrainischen Staates gelten. Einige von ihnen, beispielsweise der bekannte ukrainische Historiker und Buchautor Oles Busina, wurden bereits ermordet.
Zuvor waren unter anderem bereits der frühere ungarische Premier, Viktor Orbán, der Gründer von Pink Floyd, Roger Waters, und der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in der berüchtigten Datenbank aufgelistet.
Lil Pump erlangte Mitte der 2010er-Jahre Bekanntheit. Er hatte als einer der Ersten die Plattform SoundCloud als ein Karrieresprungbrett genutzt und so die Aufmerksamkeit großer Plattenfirmen gewonnen. Sein erstes Album landete auf Platz drei der US-amerikanischen Billboard 200-Charts und der Song "Gucci Gang" wurde ein Welthit.
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