Nahost

UNICEF: Zwei Fahrer von Wassertankwagen im Gazastreifen von Israel getötet

Westjerusalem und Hamas haben einander vorgeworfen, den im letzten Oktober geschlossenen Waffenstillstand zu brechen, der zwei Jahre Krieg beendete.
UNICEF: Zwei Fahrer von Wassertankwagen im Gazastreifen von Israel getötet© Urheberrrechtlich geschützt

UNICEF teilte mit, zwei Lastwagenfahrer, die den Auftrag hatten, Familien sauberes Wasser zu liefern, seien im Gazastreifen durch israelisches Feuer getötet worden. Das Kinderhilfswerk berichtete, es habe seine Tätigkeit an diesem Ort eingestellt, und forderte von Westjerusalem, den Vorfall zu untersuchen.

Der Angriff ereignete sich bei einer Routinelieferung von Wasser am Freitag morgen an dem Wasserabfüllpunkt Mansoura im nördlichen Gazastreifen, der Gaza-Stadt versorgt, schrieb das UN-Kinderhilfswerk in einer Erklärung später am Tag. Zwei weitere Personen wurden bei dem Angriff verwundet.

"UNICEF ist empört über die Tötung der zwei Lastwagenfahrer, die den Auftrag hatten, sauberes Wasser an Familien im Gazastreifen zu liefern", schrieb das Hilfswerk und betonte, dass der Wasserabfüllpunkt die einzige funktionstüchtige Stelle auf der Wasserversorgungsleitung Mekorot ist und Hunderttausende Menschen in Gaza-Stadt versorgt, auch Kinder.

Israelische Stellen haben den Vorfall nicht kommentiert.

Diese Vorwürfe werden während eines anhaltenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas erhoben, der im vergangenen Oktober geschlossen wurde, um zwei Jahre eines vollumfänglichen Krieges zu beenden. Mit der Waffenruhe blieben israelische Truppen in Kontrolle einer weitgehend entvölkerten Zone, die mehr als den halben Gazastreifen umfasst, während die Hamas in dem verbliebenen schmalen Küstenstreifen an der Macht bliebt. Israel und die Hamas haben einander wiederholt Waffenstillstandsverletzungen vorgeworfen.

Seit er in Kraft trat, wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens über 750 Palästinenser getötet. Westjerusalem berichtete währenddessen, vier Soldaten seien bei einem Angriff der Hamas getötet worden.

Die Behörden des Gazastreifens berichten von mehreren Morden an Zivilisten im Verlauf einer Woche. Am Donnerstag sagte eine örtliche Zivilverteidigungsbehörde, Israel habe an verschiedenen Orten des palästinensischen Gebiets vier Menschen getötet, darunter ein Kind. Die Gesundheitsbehörde hatte berichtet, dass zu Beginn der Woche elf Zivilisten, darunter ein 14-jähriger Jugendlicher, getötet worden seien.

UN-Agenturen und humanitäre Beobachter berichteten von wiederholten Todesopfern unter Hilfspersonal und Freiwilligen in Gazastreifen trotz der Waffenruhe. Anfang des Monats nannte UN-Menschenrechtsbeauftragter Volker Turk die Zahl der im Gazastreifen getöteten Journalisten und humanitärer Helfer "nie dagewesen".

Israels Krieg gegen die Hamas und die Belagerung des Gazastreifens stoßen auf zunehmende internationale Kritik, darunter auch Drohungen mit Sanktionen. Israel verlor auch zunehmend westliche Unterstützung, während die Todesfälle und die humanitäre Krise in der palästinensischen Enklave zunahmen.

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